Worauf Männer bei Arbeit im Ausland am meisten achten
Geld steht an erster Stelle, direkt dahinter kommt Sicherheit. Saisonarbeit auf dem Hof oder im Lager über eine Agentur heißt oft, dass man nach drei Monaten wieder sucht. Das Dritte ist die Sprache: Die meisten Angebote schreiben „ohne Sprachkenntnisse", in der Praxis ist man am Arbeitsplatz allein und niemand erklärt etwas.
Das Vierte, das vergessen wird, ist die Unterkunft. Wer sie selbst zahlt, verliert real 300 bis 500 Euro im Monat vom Lohn. Deshalb lohnt es sich, nicht den Bruttostundensatz zu vergleichen, sondern das, was nach Unterkunft, Fahrt und Gebühren übrig bleibt.
Warum Gerüstbau besser abschneidet als Lager oder Hof
Gerüstbauarbeiten in Deutschland sind ganzjährig, nicht saisonal. Baustellen laufen auch im Winter, und das Gerüst muss bei jeder Etappe auf- und abgebaut werden. Eine eingespielte Kolonne hat laufend Arbeit und muss nicht nach jedem Projekt neu suchen.
Der Lohn beginnt bei uns bei 16 € pro Stunde und steigt nach der Probezeit, und bei in der Regel über 50 Stunden pro Woche ist das ein regelmäßiges Einkommen, kein Nebenverdienst. Unterkunft und Fahrt werden nicht vom Lohn abgezogen. Das ist ein Unterschied, den man im Lager über eine Agentur meist nicht bekommt.
Und die Sprache: In einer slowakischen Kolonne spricht der slowakische Kolonnenführer mit Ihnen. Er kommuniziert mit dem deutschen Bauleiter, Sie konzentrieren sich auf die Arbeit. Deutsch ist ein Vorteil, keine Bedingung.
Was Sie brauchen, um anzufangen
Als Gerüstbauhelfer brauchen Sie keine Gerüstbau-Erfahrung. Sie brauchen Fitness, Zuverlässigkeit und Lernbereitschaft. Gerüstmontage ist ein Handwerk, das man auf der Baustelle von den erfahreneren Kollegen in der Kolonne lernt.
Wer schon Erfahrung mit Layher oder Peri UP hat, startet als Gerüstbauer. Wer dazu Deutsch spricht, kann eine Kolonne führen und mehr verdienen. Bei den Sicherheits- und Höhenarbeits-Schulungen vor dem Start helfen wir.
So läuft es in der Praxis: Turnus, Unterkunft, Fahrt
Gearbeitet wird im Turnus: drei bis vier Wochen auf der Baustelle in Deutschland, danach eine Woche frei zu Hause. Die Turnuslänge richtet sich nach Projekt und Vereinbarung. Die Fahrt aus der Slowakei zur Baustelle und zurück organisiert die Firma.
Die Unterkunft ist bezahlt und liegt nahe der Baustelle, maximal zwei pro Zimmer, mit Küche und Waschmaschine. Die Kolonne wohnt zusammen, man ist in der fremden Stadt nicht allein.
Was bei Jobangeboten im Ausland zu vermeiden ist
Vermittlungsgebühren. Eine seriöse Firma verlangt für die Arbeit kein Geld. Versprechen ohne Vertrag: Wer eine Summe nennt, sie aber nicht schriftlich gibt, dem sollte man nicht folgen. Unterkunft „auf eigene Kosten" in unklarer Höhe, die ein Drittel des Lohns frisst.
Und Angebote, bei denen unklar ist, wer der Arbeitgeber ist. Sie sollten wissen, mit wem Sie den Vertrag haben, wer zahlt und an wen Sie sich wenden, wenn etwas nicht stimmt. Bei uns ist das eine Firma und ein Kolonnenführer auf der Baustelle.

